Donnerstag, 4. Mai 2006
Albträume
Irgendwie ist heute ein watteweich-seltsamer Tag. Alles ist sehr gedämpft, obwohl das Wetter toll ist und es eigentlich keinen Grund gibt, sich so zu fühlen.

Vielleicht habe ich schlecht geträumt, ziemlich sicher sogar, wiel ich Mitten in der Nacht aufgewacht war, eiskalt und ohne Bettdecke, was immer passiert, wenn ich schlecht träume.

Ich frage mich, ob ich einen Albtraum bekomme, weil ich die Decke verliere und mir kalt wird, oder ob ich die Decke wegen eines Albtraums wegstrample. Ich tendiere zu schlecht träumen weil kalt.

Wenigstens funktioniert die Methde sich fest einwickeln und weiterschlafen. Sobald mir nicht mehr kalt ist schlafe ich wie ein Baby.

Ich wünschte, ich könnte mich erinnern, was genau ich geträumt habe. Aber daran erinnere ich mich nur selten. Ich erinner mich an die guten und an die absurden, aber kaum an die verstörenden Bilder.

Meine schlimmsten Albträume hatte ich als Kind. Herr im Himmel, was da alles durch mein Unterbewußtsein gegeistert war: Vampire, vor denen ich mich in einer überfüllten Hundhütte versteckt hatte. Schlangen, die sich als Menschen tarnten und wenn man diesen Menschen ihre Masken herunterriß kamen armdicke Würgeschlangen, grell gescheckte Nattern und Vipern und sehr beängstigende Brillenschlangen aus den Hüllen von Nachbarn und Verwandten herausgekrochen.

Inzwischen komme ich ohne drastische Kindheitsschrecken aus! Ich träume manchmal davon verfolgt zu werden und laufen zu müssen, aber meine Beine sind wie gelähmt, lassen sich nicht vom Boden abhelben, die Knie sind elastisch wie Gummi und taugen nicht zum Laufen. Das sind die neuen Albträume.

Und nicht zu vergessen der eine, in dem mir mein Freund abhanden kommt, ich ihn suchen muss und doch nicht finden kann. Das ist zwar weniger ein Albtraum als der Spiegel einer unbefriedigenden Fernbeziehung, aber für ein ungutes Gefühl in der Magengegend beim Aufwachen reicht es.

Freud hätte vermutlich seine Freude an mir!

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Montag, 1. Mai 2006
Gibt noch Menschen, die keine Zukunftsangst haben?

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Samstag, 29. April 2006
Regenwetter
Bloggen ist anstrengend. Es macht Spaß, aber es ist ziemlich anstrengend. Ich will mich mich nicht beklagen, bei Regen ist alles gut, wofür man das Haus nicht verlassen muss. Aber ich habe keine Ahnung, wie ihr Leute es schafft, täglich mehr oder minder Interessantes zu finden, über das sich schreiben lässt.

Vielleicht erzähle ich einfach von meinem Kater, der mich gerade anbrüllt, weil er Hunger hat. Im Klartext heißt das, ich kann jetzt entweder aufstehen, die Treppe hinunter sprinten zum Kühlschrank und das gefräßige Monster füttern, oder er tanzt mir in einer Minute auf der Tastatur herum. Das weiß er nämlich: auf die Tastatur setzen brigt die Aufmerksamkeit, die er auf andere Art (latues Miauen) nicht bekommt. Wenn ich Zeitung lese, macht er es sich auf dem Artikel bequem, den ich gerade lese. Er ist verflucht klug. Und er weiß genau, wlche Knöpfe er drücken muss. Ich vermute, er hat mich gut erzogen.

Das hat auch mein Freund festgestellt, dass ich manchmal ganz unbewusst und ohne groß darauf zu achten seinen Nacken kraule. Mir fällt es nicht weiter auf und er ist glücklich. Und wenn ich ihm dann scherzhaft vorwerfe, dass er ziemlich anspruchsvoll ist, dann heißt es lapidar "aber das magst du doch!" Was soll ich darauf antworten? Irgendwie stimmt es ja.

So werden Menschen, die nicht nur von anderen Menschen, sondern auch noch von Haustieren sozialisiert wurden! Zumindest in meinem Fall! Einfach non-verbale Kommunikation eben. Schade nur, dass er davon so rein gar nichts versteht, bzw. seine Interpretationen meist haarsträubend falsch sind.

Er fehlt mir trotzdem, das Los einer Fernbeziehung. Ich habe ihn seit Monaten nicht gesehen.

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